Fazit vom BIM Round Table vom 27.11.2019 für BIM Modeler


18 Dec
18Dec

Die meisten BIM-Modeler aus den Bereichen Architektur und Ingenieurbau, sowie Fachplaner aus den Bereichen Elektro, Heizung, Lüftung, Klima und Sanitär konnten in der Zwischenzeit Erfahrungen mit ersten BIM-Projekten sammeln. Die Planungen sind interdisziplinärer und transparenter geworden.

Trotzdem die Teilnehmer meistens unterschiedliche BIM-Viewer im Einsatz haben, konnten IFC-Files auf Plattformen gut ausgetauscht werden.

BAP sind oft zu kompliziert formuliert und es werden zu viel Attribute verlangt. Trotzdem fehlen dann aber die wichtigen Attribute, um z.B. korrekte Türlisten zu generieren. Zu viele Attribute generieren Aufwand ohne ersichtlichen Nutzen und das ist nicht das Ziel von BIM.

Mehrwerte haben sich ergeben bei der Koordination der Gewerke, beim Ermitteln von Mengen direkt aus dem Modell und bei der Ableitung von Schnitten und Ansichten. Grosse Zeitgewinne konnten auch bei der Baugrubenplanung realisiert werden.

Die Plattform BIMPLUS, die jedem Allplan-Anwender bis zu 2 GB kostenlos zur Verfügung steht, ist schon rege im Einsatz. Etwas komplex wird es für die BIM-Modeler, wenn sie für jeden Auftraggeber auf unterschiedliche Portale die Daten hochladen müssen. Teilweise mussten für einen Auftraggeber drei Plattformen genutzt werden. So mussten z.B. Modelle auf andere Plattformen geladen werden als Dokumente.

Der Austausch von BCF-Files zwischen BIMPLUS, Solibri und Trimble Connect hat gut funktioniert. Auch erste Erfahrungen mit der Vergabe von Attributen sind positiv ausgefallen.

Das BIM-Management sollte dringend die Sitzungsorganisation verbessern. Sitzungen waren endlos lange, Fachplaner sollen zielgerecht eingebunden werden. Gewerksübergreifend wird kompliziert, besser wären phasenbezogene Sitzungen. Kulturwandel ist noch nicht vollzogen. Umdenken ist nötig, Ziele sollten gemeinsam angestrebt werden.

Modelle der Architekten sind oft zu ungenau, auch sind die Strukturen oft falsch verwendet. Einfügepunkte wurden nicht übermittelt, Ungenauigkeiten entstanden im Datenaustausch durch nicht korrekt definierte Drehwinkel oder durch die Arbeit mit «gedrehter Grundrissdarstellung». Native Daten und das IFC-Modell waren oft nicht auf dem gleichen Stand gepflegt. Planer haben gute Erfahrung mit Direktkontakt per Teamviewer.

Ein Kunde ist mit einem Prototyp in BIMPLUS soweit fortgeschritten, dass er Modell-Informationen auf der Baustelle auf dem Tablet abruft. Der Wunsch «Bauen ohne Pläne» kam von der Bauunternehmung!

Wir bleiben dran und entwickeln uns gemeinsam weiter. Wichtiger Grundsatz dabei: «Es muss in der Praxis funktionieren».


Kommentare
* Die E-Mail-Adresse wird nicht auf der Website veröffentlicht.